Rechtsberatung für Bedürftige

Studentische Rechtsberatung

Warum bedarf es einer Rechtsberatung für Bedürftige?

Die Idee hinter dem Projekt ist, dass sozial schwächer gestellten Personen in ihrem Alltag oft Unrecht widerfährt. Nur selten wissen sie aber um ihre Möglichkeiten, ihre Rechte effektiv zu verteidigen. Aufgrund von Unsicherheit oder wegen Fehlvorstellungen hinsichtlich der Kosten der Beratung trauen sich viele dieser Personen nicht einen Anwalt aufzusuchen.

In diese Lücke möchte das Projekt als niederschwelliges Angebot treten. Die Hürde des Anwaltsbesuchs soll genommen werden. Im Vordergrund steht dabei das Ziel, Sie über das in Ihrem Fall konkret zu Grunde liegende Rechtsproblem zu informieren, sodass Sie Ihre eigene Situation selbst einschätzen können. Auch sollen Ihnen Rechtsschutzmöglichkeiten im Wege der Beratungs- und Prozesskostenhilfe aufgezeigt werden.

Auf der anderen Seite profitieren aber auch die beratenden Studierenden von der Rechtsberatung. Sie beginnen früh mit dem Erlernen und Trainieren des essentiell wichtigen Mandantengesprächs und kommen so in Kontakt mit ihrer späteren beruflichen Praxis. Ferner verlassen die Studierenden für eine gewisse Zeit den „Elfenbeinturm“ der Universität und erleben hautnah die sozialen Probleme und Nöte, die es in dieser Gesellschaft eben auch gibt.


Wie entstand das Projekt "Rechtsberatung für Bedürftige" in Osnabrück?

Das Osnabrücker Rechtsberatungsprojekt wird getragen und unterstützt von verschiedenen Personen:

Seinen Ursprung hat das Projekt "Rechtsberatung für Bedürftige" in Göttingen. Dort wurde das Rechtsberatungsprojekt im September 2011 von den Jura-Studenten Hannes Brost und Simon Steinhof gegründet.

In Osnabrück wurde das Projekt initiiert von Dominik Kreke, der damals Rechtsreferendar im Bezirk des OLG Oldenburg war, und Matthias Petka, der Jura-Student an der Universität Osnabrück ist. Sie waren es, die das Projekt nach dem Göttinger Vorbild in Osnabrück auf den Weg brachten. Dabei wurden sie unterstützt von der Juristischen Fakultät der Universität Osnabrück.

Im August 2017 gingen die Initiatoren des Projekts noch einen Schritt weiter und konnten gemeinsam mit 13 Gründungsmitgliedern stolz die Vereinsgründung von "Rechtsberatung für Bedrüftige Osnabrück e.V." verkünden. Dabei wurden die durch das Projekt anfallenden Aufgaben unterschiedlichen Referentinnen und Referenten übertragen, denen für ihre Mitarbeit an dieser Stelle gedankt sei.

Doch kommt eine gute Rechtsberatung aus praktischen aber auch aus juristischen Gründen nicht ohne die Hilfe und Betreuung von erfahrenen Juristen und Rechtsanwälten aus. Hier engagieren sich zwei Osnabrücker Rechtsanwälte. Sie sichern, durch ihre Anwesenheit und – sofern nötig – auch durch Übernahme der Beratung, die Qualität und Richtigkeit, sowie Vollständigkeit der Beratung. Ohne diesen Beitrag wäre das Projekt nicht denkbar.

Schlussendlich braucht es aber auch starke Partner, die den Kontakt zu den Ratsuchenden herstellen und das Projekt in ganz praktischen Dingen, wie etwa der Raumfrage, unterstützen. Hier sind die Diakonie Osnabrück, die Tafel Osnabrück und die Arbeitslosenhilfe Osnabrück, zu nennen. Ohne Ihre Unterstützung und Förderung wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen.